BR-Intendant Wilhelm über Informationen und Wahrheit

»Die Lage ist verwirrend, weil der gesamte Prozess der Meinungsbildung durch die digitale Revolution und algorithmengetriebene Filterblasen im Netz geprägt ist. Selbst wenn einzelne Informationen stimmen, reichen sie als Bruchstück einer komplexen Wahrheit oft nicht mehr aus, um uns die richtigen Schlüsse zu ermöglichen. Im Journalismus haben sich immer Fachexperten herausgebildet. Wissen wurde zum Teil in Jahren erworben und war überprüfbar. Die direkte Kommunikation im Netz jedoch hebelt die traditionelle Funktion von Journalisten aus, die Informationen bisher überprüft, gewichtet und bewertet haben. Mit der Folge, dass Millionen Menschen die nötigen Fähigkeiten, einen komplexen Sachverhalt zu beurteilen, nun aus dem Stand heraus mitbringen müssen.«

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, auf die Frage, wie man angesichts der Verwischung von Wahrheit und Lüge und „alternativen Fakten“ eine Öffentlichkeit schafft, die sich auf eine Wahrheit verständigt, ohne jede Einzelheit überprüfen zu können, Süddeutsche Zeitung, 15. Mai 2018, Nr. 110

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